Was ich nicht lernen musste, sondern lange weiß, in Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit helfen vertraute Dinge, die Trost spenden –– zB Geräusche, Gerüche, Geschmack. Und gutes Essen. Und so habe ich vor einigen Tagen zu einem Rezept gegriffen, das mich in den Anfängen meines Foodie-Lebens in vielfältiger Weise festgehalten und gleichzeitig nach vorne geschoben hat. Die cremigen portugiesischen Törtchen Pastéis de Nata, deren Geschmack beim Hineinbeißen eine kulinarische Umarmung, warm und wohltuend, wenn auch von innen, auslöst. Nicht nur das. Der gesamte Prozess der Herstellung, der nicht kompliziert ist, der aber durchaus mit bedacht verfolgt werden sollte, das Brutzeln der Törtchen im fast 300 °C heißen Ofen, der erste Biss in die weichen, cremigen, gelben Teilchen –– alle Sinne kommen zum Einsatz.